Alles in Butter – ohne Fett schmeckt alles fad

Alles in Butter – ohne Fett schmeckt alles fad

Alles in Butter

Niemand will dick werden. Aber komplett auf Fett verzichten? Nie! Hier sind die 5 Top-Argumente für fettige Sünden. Denn ohne diese Geschmacksträger lauern in jeder noch so gesunden Ernährung üble Fallen, bis hin zur Depression.

 

Die Versuchung führt auch immer Ballast im Schlepptau. Da wäre beispielsweise der Kartoffelbrei in seiner glatten Schönheit und sämig-cremigen Konsistenz. Für ein solches Piere’e brauchen Sie in erster Linie viel Fett. Dabei heisst es ständig, Sie sollen Fett sparen. Wie widerstehen Sie den fettigen Versuchungen, ohne auf den Genuss zu verzichten? Wir sagen es Ihnen.

1. OHNE FETT SCHMECKT ALLES FURCHTBAR FAD

Fett ist ein Wundermittel: Chips macht es himmlisch kross, fade Sossen verwandelt es in sämige Geschmacksbomben, trockenen Kuchen in saftige Leckerei. Viele Geschmacksstoffe können sich nur in Fett gut auflösen und damit ihr Aroma voll entfalten. Fehlt das Fett, sind die Geschmacksstoffe zwar noch da, aber das Ergebnis ist eher fad.  

Unsere Vorliebe für fetthaltige Speisen basiert nicht nur auf dem Test- und Geruchssinn. Fett gibt den Speisen die richtige Konsistenz und Struktur – und es bedient auch den Geschmackssinn. Forscher aus Potsdam fanden Belege dafür, dass Fett auf der Zunge einen eigenen Geschmack entwickelt, der sich damit zu den bereits bekannten Richtungen sauer, Süß, salzigboitter und fleischig-herzhaft gesellt. Die Auslöser sind freie Fettsäuren, die im Mundraum mit Hilfe von bestimmten Enzymen, den Lidasen, aus Nahrungsfetten abgespalten werden und erst so von den Rezeptoren im Mund identifiziert werden können.

2. FETT KANN WIRKLICH GLÜCKLICH MACHEN

Sind Sie eher ein Eiscreme-Mensch oder der Chips-Type? Ob nun Süß oder salzig, in der Regellosen energiereiche Speisen in Ihnen Glücksgefühle aus. Alles Wohlschmeckende, Fettige, Zuckerhaltige stimuliert im Vorderhirn hinter der Stirn Ihr Belohnungssystem. Wenn Sie fettige Speisen verzehren, wird der Neurotransmitter Domamin ausgeschüttet, ein Botenstoff, der zu Recht als Glückshormon bezeichnet wird.

Warum das geschieht?

Nun seit Urzeiten benötigt  der Mensch zum Überleben hochkalorische Lebensmittel. Vor Jahrtausenden war die Nahrungsbeschaffung in Wäldern, auf Feldern oder im Wasser eine kräftezehrende Aufgabe. Um so besser, wenn Beute dann energie-, fett- oder zuckerreich war. Dafür kam vom Körper dann umgehend die Belohnung.

Genetisch ist der Organismus sozusagen programmiert, Camembert oder Chips Sellerie und Magerquark vorzuziehen – Sie lieben nicht nur die fettigen Speisen, sondern auch den Kick durch das Domamin, der damit verbunden ist. Und deswegen sind Geniesser nicht selten die glücklicheren Menschen, da sie ihr Belohnungszentrum öfter anregen. „Wir sollten uns nicht immer alles verbieten, sondern unseren Gelüsten gelegentlich nachgeben.“ so die Expertin und Buchautorin des Buches „Mehr Fett“ Ökotrophologin Ulrike Sonder.

Also alles in sich hineinstopfen?

Nein, denn allzu grosse Mengen an Fettigem beeinträchtigen das Belohnungssystem quasi in umgekehrter Form: Gibt es nur noch Fettreiches, verringert sich die Ausschüttung des Hormons. Und dann muss man noch mehr Fett zu sich nehmen, um genau so zufrieden zu sein. Das heisst: Gönnen Sie sich ab und zu einen griechischen Sahnejogurt oder veredeln Sie Gemüse mit Olivenöl. Das macht Sie glücklicher als Ihre Liebste, die staubtrockenes Knäckebrot mit einer hauchfeinen Schicht Magerquark futtert.

ES IST NICHT MÖGLICH, DEN FETTGEHALT EINER SPEISE ZU SENKEN, OHNE DASS DER GESCHMACK DABEI LEIDET

3. FETT SORGT FŰR DEN PERFEKTEN RAHMEN

Aber Fett sorgt für mehr als nur guten Geschmack. Es prägt den sensorischen Gesamteindruck, der sich aus Geruch, Geschmack, Temperatur, Aussehen und dem Berühren ergibt.  Ob ein Stück Schokolade, eine schwere Sosse oder ein cremiger Jogurt, Fett löst durch seine Eigenschaften im Mund ein spezielles Gefühl aus. Vom allerersten Gaumenkontakt über das Geräusch beim Kauen bis hin zum Schlucken und zum Nachgeschmack wird eine psychologische Wirkung ausgelöst.  Und die reicht weiter als die pure Geschmacksebene.

Sie fühlen sich gestresst, sind aggressiv?        

Dann wollen Sie, dass es beim Kauen laut kracht und knirscht. Also landen geröstete Erdnüsse oder Chips im Einkaufswagen. Kauen hilft zu entspannen, weil man bei Stress unbewusst den Kiefer anspannt. Ab und an ist solch ein Verhalten okay, nur darf es kein Automatismus werden! Ist die Verknüpfung von Essen und Gefühl zu stark, laufen Sie Gefahr, negative Gefühle durch Völlerei zu unterdrücken. Dazu die Expertin Sonder:

„Damit es nicht überhand nimmt beobachten Sie eine Zeit lang Ihr Verhalten.  Sie werden erstaunt sein,wieoft die scheinbar zufällige Entscheidung für bestimmte Snacks oder Mahlzeiten in Wahrheit mit Ihrer Gefühlslage zusammenhängt.“  

4. FETTVERZICHT SORGT FŰR FETTE GELÜSTE 

Wieso können Sie nicht einfach Chips und Nüsse gegen Möhren und Sellerie-Sticke austauschen?  Das Gemüse knackt doch auch! So einfach ist es leider nicht. Ihr Körper verlangt eben nicht nur nach knackigem, sondern auch nach Fett. Davon stecken in dem gesunden Gemüse  nur homöopathische Mengen. So anesst sich auch erklären, warum fettarme Speisen  oft als unbefriedigend wahrgenommen werden. Fett sorgt dafür, dass Sie nach dem Essen satt und zufrieden sind. Wenn Sie sich fetthaltiges stets verkneifen, kann es passieren, dass Sie zu einem Snack greifen, obwohl Sie erst kurz vorher zu Mittag gegessen haben. Und was ist mit all dem fettarmen/-freien Produkten im Supermarkt, die exakt so wie gewöhnliche Chips oder Süßigkeiten schmecken sollen? Alles Betrug! Die Textur dieser Produkte ähnelt zwar den fetten, doch der Körper merkt sehr bald, dass Sie ihn belügen, dass der beste Bestandteil fehlt: der Geschmacksträger Fett.    

Bis heute ist es nicht möglich, den Fettgehalt eines Lebensmittels zu reduzieren, ohne sensorische Eigenschaften zu verändern. Im Gegensatz zu anderen Stoffen ist Fett sehr vielseitig, es beeinflusst Geruch, Mundgefühl und Geschmack gleichzeitig. Für den vollen Geschmack muss immer ein bisschen Fett enthalten sein. Sonst giert Ihr Körper weiterhin nach Nahrung, und ratzfatz ist die Tüte Chips leer, ohne dass Sie es wirklich genossen haben.  

5. NUR WENIGE FETTE SIND UNGESUND

Alles in ButterFett ist wichtig für den Körper. Es liefert essentielle Fettsäuren, die der Körper nicht selbst herstellen kann. Auch das Hirn würde nicht recht funktionieren, wenn man ganz darauf verzichtet. Fett ist auch Träger der Vitamine A, E, D und K. Bei den empfohlenen Fettmengen scheiden sich die Geister, doch High-und Low-Tat-Verfechter sind sich in einem Punkt einig; dass Transfettsäuren ungesund sind

Diese sind in Margarine, in Frittier- und Bratfetten sowie in damit hergestellten Lebensmitteln enthalten. Besonders in Frittiertem und in Gebäck  wie Donuts oder Croissants stecken zum Teil beträchtliche Mengen. Ein einzelner Ausrutscher ist ja nicht so tragisch. Nehmen Sie Transfettsäuren aber in höheren Dosen auf, steigt das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Zudem ist das Zeug schlecht für die Figur und macht af Dauer gar depressiv, so eine spanische Studie an der Universität  Las Palmas. Und Sie wollen doch, dass Fett Sie glücklich macht?

 

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                

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