Paracetamol – Hände weg von den Schmerzmitteln!

Paracetamol – Hände weg von Schmerzmitteln

ParacetamolNeue Studien zu Paracetamol bestätigen abermals dessen schädliche Nebenwirkungen. Rezeptfrei erhältlich und niedrig im Preis zählt es zu den häufigsten Schmerzmitteln weltweit. Die schleichenden Gefahren werden allzu leichtfertig übersehen, und zwar von Anwendern und von Ärzten. Tückisch erweist sich hier vor allem die Einstufung von Paracetamol als für Schwangere unbedenkliches Schmerzmittel. Forscher an der Universität Edinburgh konnten zeigen, warum Paracetamol bei männlichen Babys zu Fehlbildungen führen.  Aus diesem Grund sollte es während der Schwangerschaft nicht eingenommen werden. Es kann die Unfruchtbarkeit des männlichen Babys bewirken.   In Versuchen mit Mäusen beobachteten sie einen signifikanten Rückgang der Testosteronproduktion. Dieser war abhängig von der Dosis und Einnahmedauer. Welcher genaue Stoffwechselmechanismus diesem Absinken zugrunde liegt, ist noch ungewiss. Dies beeinträchtigt jedoch nicht die gemeinsame Einschätzung der Autoren, wonach ihre Forschungsergebnisse weitere Hinweise dafür liefern, dass ein längerer Gebrauch von Paracetamol während der Schwangerschaft die Gefahr der Unfruchtbarkeit männlicher Babys zu erhöhen vermag.

Paracetamol oder andere Schmerzmittel

Egal ob Paracetamol, Ibuprofen, Diclofenac, Aspirin oder andere – wird die Debatte um die Verwendung von Schmerzmitteln geführt, geht oftmals das Wesensmerkmal dieser Arzneien verloren: Sie lindern lediglich Symptome. Bleiben aber die Ursachen im Grundsatz ausgeklammert, hat die „Behandlung” keinen gesundheitlichen Wert. Erst recht dann, wenn sie noch zahlreiche Nebenwirkungen mit sich bringt. Dies vor Augen, spielen spitzfindige Einwände, ob nun überhaupt und zu welchem Grad denn die Übertragbarkeit von Tierexperimenten auf den Menschen gewährleistet sei, keine Rolle mehr. Gleiches gilt für die äußerst fragwürdige Unbedenklichkeitseinstufung derartiger Medikamente: ab/bis zu welcher Schwangerschaftswoche sich Nebenwirkungen möglicherweise auf das Kind auswirken können.

Studien wie die obige sind hilfreich für die realistische Bewertung im Umgang mit (Schmerz) Medikamenten. Geht es darum, unser Gesundheitssystem von der tief verankerten Pharma-orientierung zu befreien, führt am Transfer dieses Wissens kein Weg vorbei: Notwendig ist die gesundheitliche „Alphabetisierung“ aller Menschen über das Zustandekommen von Krankheiten, sodass jede/r in der Lage ist, erste Warnzeichen des Körpers richtig einzuordnen und deren Ursachen sinnvoll zu begegnen.

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