Zucker – eine Droge, die süchtig und abhängig macht

ZuckerEr ist süßlich, bei vielen Menschen sehr beliebt und deswegen möglicherweise auch ziemlich gefährlich: Zucker kann die Menschen genauso abhängig machen wie Alkohol oder Zigaretten. Dies zumindest behaupten Wissenschaftler der University of California. Sie fordern nun, nach neuen Strategien zu suchen, um den Konsum einzuschränken.

In den letzten 50 Jahren ist die Ernährung weltweit ein wenig süßer geworden: Der Zuckerkonsum hat sich in dieser Zeit verdreifacht. Allein in Deutschland essen die Menschen nun jährlich rund 35 Kilo pro Kopf. Ein Drittel des Zuckers stammt aus Süßigkeiten. Doch auch in Brot, Chips, Müsli oder Ketchup findet sich Zucker, häufig auch unter anderen Namen.

Zucker schmeckt vielen Menschen zwar, doch wer auf Dauer zu viel davon zu sich nimmt, kann übergewichtig werden. Die möglichen Folgen: Diabetes, Bluthochdruck oder Herzinfarkt.

Zucker ist so gefährlich wie Alkohol oder Zigaretten

So könne Zucker jährlich bis zu 35 Millionen Menschen töten, schreiben nun Wissenschaftler der University of California in dem Artikel „The Toxic Truth about Sugar“, der nun im Fachmagazin „Nature“ erschienen ist. Zucker könne die Menschen genauso abhängig machen wie Alkohol oder Zigaretten. „Zucker ist angenehme, genauso wie Alkohol. Aber in beiden Fällen gilt: Zu viel von dem Angenehmen ist giftig“, schreiben die Experten in ihrem Artikel. Und deswegen sollte Zuckerkonsum nun auch genauso wie Alkohol oder Zigaretten kontrolliert werden.

Moderater Konsum ist in Ordnung, aber…

Allerdings: Grundsätzlich verteufeln wollen die Wissenschaftler Zucker auch nicht. Ein moderater Konsum sei in Ordnung. Schlimm aber werde es, wenn viele Menschen zu viel Zucker auf einmal essen. Daher müsse man nun neue Strategien entwickeln, um den Konsum einzuschränken.

VOLL VERZUCKERT – THAT SUGAR FILM, die erfolgreichste australische Dokumentation aller Zeiten, zeigt die Gefahren, die in der Süße liegen.

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Inhalt des Dokumentarfilmes: Zucker ist in aller Munde. Es ist weltweit das am weitesten verbreitete Nahrungsmittel. Doch welchen Effekt hat Zucker auf uns? Was passiert, wenn die Ernährung vor allem aus zuckerhaltigen Lebensmitteln besteht? Diese Fragen stellte sich der australische Schauspieler und Filmemacher Damon Gameau und wagte den Selbstversuch. Nicht etwa Limonade, Eiscreme oder Schokolade stehen hier im Mittelpunkt, sondern Lebensmittel, die als „gesund“ verkauft werden: ob fettarmer Joghurt, Müsli, Fruchtriegel, Säfte oder Smoothies. 60 Tage lang 40 Teelöffel Zucker täglich aus ebensolchem „Wellness-Food“ zugeführt – so sah Gameaus Diät unter Aufsicht von Wissenschaftlern und Ernährungsberatern aus. Während seines Experiments reiste Damon Gameau zudem durch die süße, weite Welt des Zuckers und schaute der Lebensmittelindustrie auf die Finger, besuchte Fachleute, Ärzte, Wissenschaftler und nicht zuletzt Zucker-Geschädigte.
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Und das sagt mein Lieblingsinternist dazu: ZitatZucker

"Huch! Bin ich richtig erschrocken. Als ich das in einer Aschaffenburger Zeitung 06.02.2016, Wochenendmagazin Seite 3 lesen durfte.

Geht die Welt unter? Müssen wir alle sterben? Ist unser Gesundheitssystem zusammengebrochen? Oder werden wir betrogen, an der Nase herumgeführt? Ich dachte immer, wir in Deutschland hätten eines der besten Gesundheitssysteme. Sind geschützt. Sind aufgehoben. Sind geborgen. Ja – so möchte man, dass Sie denken. Die Gesundheitspolitiker.

Wenn da nicht der Satz des Robert-Koch-Institutes in Berlin wäre, dass 51% der deutschen Männer und 43% der deutschen Frauen an Krebs erkranken. Wenn da nicht täglich 540 Deutsche an Krebs sterben würden. Wenn da nicht täglich 100 diabetische Beine abgetrennt würden. Täglich. Wenn da nicht täglich 110 Deutsche erblinden würden. Hauptgrund Diabetes. All das könnte man sehr wohl eine gesundheitspolitische Tragödie nennen, oder?

Der Zeitungsartikel nennt den Feind. Dermaßen ungeschminkt, dermaßen deutlich, wie ich es bisher noch nie gelesen habe. Darf ich zitieren?

„Fabrikzucker ist das Genussmittel Nummer 1, eine Droge, die süchtig und abhängig macht und verboten gehört. Er ist kein Lebensmittel…“.

„Fabrikzucker ist nachweislich die Ursache der ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten“.

„Solche Krankheiten sind Diabetes, Fettsucht, Arterienverkalkung, Herzleiden, Leberschäden, Gicht, Rheuma, Blasen- und Nierenbeckenentzündungen, Nervenkrankheiten und weitere…“.

„Die Aufklärung über die Schäden und Leiden durch Fabrikzucker erfolgt nirgends, nicht in den Kindergärten, nicht in den Schulen, Gesundheitsämtern, Krankenkassen und dem Bundesgesundheitsministerium.“

„Auch von Seiten der Ärzte ist keine Aufklärung zu erwarten, da sie in ihrer Ausbildung über die Ursachen der Krankheiten absichtlich nichts erfahren."

"Einzig und allein beeinflusst uns die Zuckerindustrie mit ihrer verlogenen Werbung und immer neuen ungesunden Verlockungen, ohne restriktive Einschränkungen vom Staat befürchten zu müssen. Eine gesundheitspolitische Tragödie“.

Ja, mag stimmen. Und weiter? Und jetzt? Soll ich schon wieder etwas über die DGE und ihre Aufgaben erzählen? Als ob wir das nicht alles wüssten. Was bleibt?

  • Zucker schmeckt. Auch mir. Und Lust ist nun einmal ein Lebensprinzip.
  • Ein anerzogenes. Kann man sich wieder abgewöhnen. Viele von Ihnen haben ´s bewiesen.
  • Der Knackpunkt immer wieder: Die Eigenverantwortung. Sie sind selbst verantwortlich. Kein Mensch hat etwas dagegen, wenn Sie an Krebs erkranken oder an Diabetes erblinden. Haben Sie ja soeben gelesen. Das wird sogar gefördert. Und Sie dürfen ruhig mitmachen. Sie dürfen sich nur nicht beschweren.
    Nur: Genau das tun Sie. Täglich in den Arztpraxen. Da stimmt etwas nicht."

Quelle: http://www.strunz.com/de/news/eine-gesundheitspolitische-tragoedie.html

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